Unterlagen einer Bewerbung und Bewerbungstipps

Zusammengestellt von Bernhard Stiedl (Bitte beachten Sie den Haftungsausschluss)

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        recht, Sozialrecht und Steuerrecht für Arbeitnehmer" bestellen

 

Informationen zum Einstellungsgespräch und Einstellungsfragebogen erhalten Sie auf diesen Seiten. Informationen zum Arbeitsbeginn erhalten Sie auf diesen Seiten.

 

Inhaltsverzeichnis

Unterlagen einer Bewerbung

Formale Grundlagen

Lebenslauf

Bewerbungskostenerstattung

 


 

Unterlagen einer Bewerbung

Eine schriftliche Bewerbung besteht in der Regel aus vier Unterlagen:
- Bewerbungsschreiben
- Tabellarischer Lebenslauf
- Foto
- Zeugniskopien

Für einige Positionen erwarten Unternehmen zusätzliche Unterlagen:
- Referenzen
- Schriftprobe
- Arbeitsproben

Diese Unterlagen müssen aber nur beigelegt werden, wenn dies in der Stellenanzeige gefordert ist. Ansonsten genügt es, wenn die Bewerbung aus den oben genannten vier Unterlagen besteht.

Mit der Bestellung der Broschüre "Informationen aus dem Arbeitsrecht, Sozialrecht und Steuerrecht für Arbeitnehmer", die Sie hier bestellen können, erhalten Sie einen exklusiven Internet-Zugang, dort finden Sie Unterlagen für eine Bewerbung (Bewerbungsschreiben und Lebenslauf) als Word-Dokument zum Download.

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Formale Grundlagen

Das Bewerbungsschreiben
Für jede Bewerbung gibt es Grundregeln, was die äußere Form betrifft, natürlich auch für das Anschreiben.

Text
- Auf gutem, weißem DIN A4 Papier ohne Eselsohren und Kaffeeflecken, einseitig beschreiben
- Schriftgröße 12 Punkte, Zeilenabstand 1,5
- Klassischer Schrifttyp (z.B. Times)

Sprache
- Knappe und präzise Sätze
- Klare und verständliche Sprache
- Fremdwörter und Fachjargon nur richtig und sinnvoll verwenden

Unterschrift
- Vor- und Zuname ausschreiben
- Blaue Tinte verwenden, nicht rot oder gar grün

Keine Rechtschreibfehler
- Text und Anschrift des Unternehmens richtig und mit der genauen Rechtsform schreiben
- Ein Rechtschreibfehler ist für die Bewerbung "tödlich"
- Eventuell Freunde Korrektur lesen lassen

Sonstiges
- Anschreiben klar gliedern (Absätze) und auf angemessene Ränder (etwa 4 cm links, 3 cm rechts) achten
- Abgesehen von Anschreiben und Lebenslauf niemals Original-Unterlagen verschicken, sondern neue Kopien (nicht solche, denen man eine mehrfache Postreise ansieht)

Foto
Unterschätzen Sie nicht die Macht der Bilder. Ihr Foto sollte möglichst Sympathie auslösen. Personalentscheider analysieren Ihr Aussehen und Ihre Mimik, die Kleidung sowie die Qualität und das Format des Bildes. Etwas größer als ein Passbild sollte es sein und professionell aufgenommen. Kleben Sie es rechts oben auf den Lebenslauf oder - mit Namen und Adresse - auf das Deckblatt der Bewerbungsmappe.

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Lebenslauf

Grundlagen
Beim Formatieren am PC darf der Bewerber durchaus ein wenig kreativ sein. Unter einer Bedingung: Der Lebenslauf muss übersichtlich und schnell zu erfassen sein. Dazu gehören zum Beispiel ein ausreichend großes Schriftbild (12 Punkte) und nicht zu eng beschriebene Seiten (1,5 Zeilen Abstand).
Entgegen landläufiger Meinung darf der Lebenslauf auch länger als eine Seite sein. Verzichten Sie jedoch auf Überflüssiges: Wenn Sie studiert haben, interessiert niemanden die Grundschule.

Formale Gerüst
- Auf der Schreibmaschine oder noch besser: auf dem Computer geschrieben (handgeschriebene Lebensläufe sind out, beziehungsweise nur auf ausdrücklichen Wunsch anzufertigen)
- Original verschicken, keine Kopie
- Seite mit Lebenslauf überschreiben
- Am Ende Ort und Datum angeben und linksbündig handschriftlich unterschreiben
- Rechts oben ein gutes Foto kleben

Inhalt
Damit sich der Adressat möglichst schnell ein Bild von Ihnen machen kann, sollte der Lebenslauf kurz und knapp gehalten sein. Zu diesem Zweck hat sich die tabellarische Form durchgesetzt, das heißt ein stichwortartiger Überblick über den beruflichen und privaten Werdegang. Vor allem muss Ihre Biografie lückenlos dokumentiert sein. "Weiße Stellen" machen misstrauisch.
Private Informationen sind nützlich, wenn sie Lücken im Lebenslauf erklären oder Rückschlüsse auf die Eignung für den Job zulassen (zum Beispiel Babypause, Krankheit, Pflege von Angehörigen etc.). Ansonsten lieber darauf verzichten.
Viel Platz sollten die Erfahrungen und Fähigkeiten einnehmen, die Sie für die ausgeschriebene Stelle qualifizieren. Die häufigsten Fehler sind, dass Bewerber zu wenig wirklich passende Qualifikationen nennen.

Diese Informationen dürfen nicht fehlen:
Persönliche Daten:
- Vor- und Zuname
- Geburtsdatum und -ort
- Familienstand
- Bei Ausländern: Staatsangehörigkeit

Freiwillige Angaben:
- Religionszugehörigkeit (wenn Sie sich zum Beispiel bei der Kirche nahestehenden Organisationen bewerben)
- Eltern (bei jungen Bewerbern und wenn aus gleichen Berufsumfeld)
- Name und Beruf des Ehepartners
- Zahl und Alter der Kinder

Schule und Ausbildung:
- Typen der besuchten Schulen (überflüssig: Grundschule)
- Jahr des Schulabschlusses
- Hochschule(n) samt Studienfächern und Abschlüssen

Bei Nicht-Akademikern:
- Ausbildungsart, Ausbildungsberuf
- Ausbildungsfirma (mit Ortsangabe)
- Abschluss und Berufsbezeichnung

Freiwillige Angaben:
Berufspraxis und Weiterbildung:
- Bisherige Tätigkeiten und Arbeitgeber (mit Orts- und Zeitangaben)
- Kurzbeschreibung der derzeitigen Position
- Berufliche Weiterbildung (alles, was mit der Berufspraxis zusammenhängt)
- Außerberufliche Weiterbildung (zum Beispiel Fremdsprachenkurse)

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie in der Broschüre "Informationen aus dem Arbeitsrecht, Sozialrecht und Steuerrecht für Arbeitnehmer", die Sie hier bestellen können!

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Bewerbungskostenerstattung

Kosten für Bewerbungen werden für Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende sowie für Ausbildungssuchende von der Agentur für Arbeit übernommen. Erstattungsfähig sind zum Beispiel Kosten für Lichtbilder, Inseratkosten, Telefonkosten, Portokosten, Kosten für Kopien von Zeugnissen sowie Reisekosten anlässlich einer Vorstellung. Die maximale Erstattung ab Antragstellung beträgt pro Jahr 260,- €.
Stellen Sie bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit den Antrag auf Gewährung von Bewerbungskosten. Grundsätzlich werden nur Kosten erstattet, die nach der Antragstellung entstanden sind.

Die übrigen Arbeitnehmer können die Kosten für die Suche einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle als Werbungskosten beim Finanzamt geltend machen. Es kommt nicht darauf an, ob die Bewerbung Erfolg hatte.

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